Sculplobe

„The new frontier is your epidermis“, schreibt Paul B. Preciado in seinem Art Forum-Essay Learning From The Virus und erinnert daran, dass die Grenzen und Umrisse von Ländern, Gebäuden und ja, Körpern, nicht in Stein gemeißelt sind, sondern immer wieder neu gezogen und verhandelt werden. Die Durchlässigkeit der Haut, so lässt sich Preciados Hinweis lesen, kann nicht allein als biologische Tatsache abgetan werden, sie dient und wirkt auch als architektonische und geografische Metapher. Körper, Objekte, Herrschaftsgebiete und Gebäude als poröse Einheiten aufzufassen, wirft jedoch neue Fragen auf: Ist die begriffliche Spaltung in Subjekt und Objekt, die unser Verständnis von Welt schon so lange strukturiert, konzeptionell noch aufrecht zu erhalten? Braucht und gibt es alternative Entwürfe des Zugriffs, sei es konzeptioneller, ästhetischer oder sozialer Natur? Die Ausstellung PORÖS greift diese Themen auf, um Kunstwerke, Performances und Interventionen unter dem Oberbegriff Porosität zusammenzuführen. Die Außenbereiche des Lobe Block werden zum Schauplatz für Installationen und Veranstaltungen, die sich metaphorisch, ästhetisch oder konzeptionell mit den Begriffen Porosität und Durchlässigkeit auseinandersetzen.

Sculplobe e.V. ist ein Verein von Künstler*innen, Kurator*innen und Architekt*innen, die sich zusammengetan haben, um Kunst- und Kulturprojekte in und um das Gebäude Lobe Block in Berlin Wedding zu realisieren. Ziel ist es, ein Forum für zeitgenössische globale Kunst und Kultur im Austausch mit der unmittelbaren Nachbarschaft zu schaffen. Eingeladene Kultur- und Kunstschaffende werden dazu ermutigt, sich künstlerisch und sozial mit der Umgebung des Lobe Block auseinanderzusetzen.

www.sculplobe.com